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Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört, wie die private Unfallversicherung auch zu den Individualversicherungen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann dabei als Zusatzversicherung zu einer Lebensversicherung abgeschlossen werden, oder aber als Zusatzversicherung zu einer Rentenversicherung. Darüber hinaus kann man diese Versicherungsart als selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung als private Zusatzversicherung gibt es dabei noch nicht sehr lange. Aufgrund der Tatsache, dass es die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung
in ihrer ursprünglichen Form heute nicht mehr gibt, wurde die Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatzversicherung entwickelt.

Die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung greift heute nur noch für Personen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden, wobei auch diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen und es im Gegensatz zur früher auch nur noch eine minimale Leistung von staatlicher Seite her gibt. Die so genannte Erwerbsminderungsrente ist dabei gestaffelt, und zwar dahin gehend, ob ein Arbeitnehmer wirklich zu 100 Prozent berufsunfähig ist, oder aber auch – wenn auch eingeschränkt – stundenweise noch in einem anderen Beruf arbeiten könnte.
Die Erwerbsminderungsrente beträgt bei einer vollen Berufsunfähigkeit lediglich 32 Prozent des letzten Bruttoeinkommens pro Monat, bei einer eingeschränkten Tätigkeitsaufnahme hingegen nur 16 Prozent des letzten Bruttoeinkommens pro Monat.

Den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten insbesondere Arbeitnehmer in Betracht ziehen, die mit ihrem Arbeitseinkommen auch den Lebensunterhalt von anderen sichern, wobei auch die Absicherung einer Hausfrau möglich wäre, obwohl diese ihre Arbeit unentgeltlich verrichtet, denn wer nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, benötigt finanzielle Mittel, um seinen Lebensstandard zu sichern, insbesondere weil im Bezug auf eine Berufsunfähigkeit auch Ausgaben hinzu kommen, die man als Berufstätiger nicht benötigen würde, wie zum Beispiel eine Haushaltshilfe, oder eine private Pflegerin.
Eine spezielle Form der Berufsunfähigkeitsversicherung ist dabei die
Dienstunfähigkeitsversicherung. Hierbei unterscheidet man zwischen der „echten Dienstunfähigkeitsklausel“ und der „unechten Dienstunfähigkeitsklausel“.

Bei der Berechnung der Höhe der Versicherungsprämie zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung spielen mehrere Faktoren eine Rolle. So zum Beispiel das Alter, wie auch die Berufsunfähigkeitsrente, die maximal gezahlt werden soll. Hierbei ist es nun so, dass ein junger Versicherungsnehmer bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung weniger zahlt, als ein älterer Versicherungsnehmern, wobei es möglich ist bis höchstens zum vollendeten 65. Lebensjahr eine derartige Versicherung abzuschließen, bei einigen Versicherern auch bis zum 67. Lebensjahr, wenn dieser sich am Regeleintrittsalter der Altersrente in der Gesetzlichen Rentenversicherung orientiert.
Ebenfalls die Höhe des Beitrages zu einer Berufsunfähigkeitsrente kann durch die Differenzierung der Versicherer in vier Berufsgruppen beeinflusst werden. Bei Berufen mit extrem hohem Risiko einer Berufsunfähigkeit (zum Beispiel Handwerker, aber auch Lehrer) gibt es zudem eine tariflich zulässige Versicherungsdauer bis zum vollendeten 55., oder 60. Lebensjahr. Ein weiterer Faktor im Bezug auf die Höhe einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist aber auch die Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente, sowie die Karenzzeit, aber auch der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers.

Da sich das Berufsfeld von vielen im Laufe ihres Lebens ändert und somit auch das Bruttoarbeitsgehalt. Um auch bei Eintritt einer Berufsunfähigkeitsversicherung annährend monatlich die finanziellen Mittel zur Verfügung zu haben, die man vor dem Eintritt der Berufsunfähigkeit durch das Gehalt zur Verfügung hatte, sollte man bei Vertragsabschluss darauf achten, dass der Vertrag einen so genannte Nachversicherungsgarantie enthält. Bei deren Vorhandensein ist eine Erhöhung der Rente dann auch ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich. Tipp: Infos rund um den Arbeitsschutz.